Risikowarnung: Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit einem hohen Risiko verbunden und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet.
Paare, die eine Währung aus einem Schwellenland enthalten, z.B. USD/TRY, USD/ZAR, USD/MXN.
Exotische Währungspaare kombinieren eine Hauptwährung (fast immer USD oder EUR) mit der Währung einer kleineren oder aufstrebenden Marktökonomie. Häufige Beispiele sind USD/TRY (Türkische Lira), USD/ZAR (Südafrikanischer Rand), USD/MXN (Mexikanischer Peso), USD/BRL (Brasilianischer Real), EUR/PLN (Polnischer Zloty) und USD/THB (Thailändischer Baht). Eine kleinere Gruppe, die manchmal als 'exotische Minors' bezeichnet wird, verbindet zwei Währungen aus aufstrebenden Märkten, obwohl diese selten von Einzelhandelsbrokern angeboten werden.
Das definierende Merkmal der Exoten sind die breiteren Spreads - oft 30–200 Pips bei Paaren wie USD/TRY unter normalen Bedingungen, im Vergleich zu weniger als 1 Pip für EUR/USD. Diese breiten Spreads spiegeln die dünne institutionelle Liquidität, höhere Hedging-Kosten und die politische sowie makroökonomische Unsicherheit wider, die mit Währungen aus Schwellenmärkten verbunden sind. Auch die Swap-Gebühren sind erheblich höher: Die hohen Inlandszinssätze vieler EM-Währungen führen zu sehr großen positiven Swaps für das Halten der EM-Währung long, aber auch zu sehr großen negativen Swaps für das Halten der short.
Exoten können attraktive Möglichkeiten für Händler bieten, die bestimmte Volkswirtschaften verfolgen - zum Beispiel MXN während der Handelsverhandlungen zwischen den USA und Mexiko oder ZAR in Bezug auf Daten aus dem südafrikanischen Bergbausektor. Das Risiko von Kurslücken ist jedoch extrem: Politische Krisen, Interventionen der Zentralbank oder Ankündigungen von Kapitalenkontrollen können dazu führen, dass sich ein exotisches Paar über Nacht um 5–15% bewegt und durch Stop-Niveaus mit verheerenden Auswirkungen lückenartig durchbricht. Die Positionsgröße muss das schlimmste Szenarios eines Kurses nach einer Lücke widerspiegeln, anstatt die normale tägliche Volatilität zu betrachten, und Broker, die Exoten anbieten, sollten auf garantierte Stop-Loss-Optionen oder darauf hin überprüft werden, ob der Schutz vor negativem Kontostand Anwendung findet.
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