Risikowarnung: Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit einem hohen Risiko verbunden und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet.
Aktien leihen und verkaufen mit der Absicht, sie später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen, um von einem Rückgang zu profitieren - das Aktienäquivalent einer Short-Position.
Short Selling umfasst das Leihen von Aktien (aus dem Inventar eines Brokers oder von anderen Kunden) und deren sofortigem Verkauf zum aktuellen Marktpreis. Wenn die Aktie fällt, kauft der Short-Seller die Aktien zum niedrigeren Preis zurück, gibt sie dem Kreditgeber zurück und behält die Differenz abzüglich der Leihgebühren. Wenn die Aktie steigt, sieht sich der Short-Seller zunehmenden Verlusten gegenüber - theoretisch unbegrenzt, da eine Aktie ohne Obergrenze steigen kann, während der maximal mögliche Gewinn auf einem Short auf 100% begrenzt ist (wenn die Aktie auf null sinkt).
Die Leihgebühren variieren erheblich: Stark gegebene Aktien mit begrenzter Verfügbarkeit handeln zu 'schwer zu leihenden' Sätzen, die 50–100%+ pro Jahr erreichen können, was die Rentabilität von Short-Positionen, die länger als einige Wochen gehalten werden, erheblich beeinträchtigen kann. Die Kosten für das Leihen werden täglich berechnet. Das Short-Interesse - der Prozentsatz des float eines Unternehmens, der derzeit gegebene Short ist - wird zweiwöchentlich gemeldet und ist ein wichtiger Stimmungsindikator. Ein sehr hohes Short-Interesse (über 20–30% des Float) schafft das Risiko eines Short-Squeezes: Wenn die Aktie ansteigt, müssen Short-Seller kaufen, um Verluste zu decken, was die Preise weiter in einem Rückkopplungseffekt in die Höhe treibt.
Regulatorische Einschränkungen beim Short Selling variieren von Jurisdiktion zu Jurisdiktion. Einige Regulierungsbehörden verhängen vorübergehende Verkaufsverbote während von Marktentstress (wie während der COVID-19-Volatilität). Die Uptick-Regeln (die erfordern, dass ein Short-Verkauf zu einem Preis über dem letzten Handel ausgeführt wird) wurden in den USA 2007 aufgehoben, aber ähnliche Regeln gelten in einigen anderen Märkten. In den meisten Einzelhandelskontexten wird das Short Selling über CFDs oder Optionen anstelle von tatsächlichem Aktienverleih implementiert.
Beispiel
Ein Trader verkauft 100 Aktien zu USD 80 (insgesamt: USD 8.000). Leihgebühr: 3% jährlich = USD 0,66/Tag für diese Position. Die Aktie fällt auf USD 65. Der Trader kauft 100 Aktien zurück für USD 6.500. Bruttogewinn: USD 1.500. Abzüglich der Leihgebühren für 30 Tage: 30 × USD 0,66 = USD 19,80. Nettogewinn: ~USD 1.480.
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