Risikowarnung: Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit einem hohen Risiko verbunden und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet.
Eine breite Klassifizierung von Aktien mit ähnlichen Geschäftstätigkeiten - die 11 GICS-Sektoren (Technologie, Gesundheitswesen, Finanzwesen usw.) werden verwendet, um Marktanalysen und Portfolioallokationen zu organisieren.
Der Global Industry Classification Standard (GICS), der von MSCI und S&P entwickelt wurde, teilt den Aktienmarkt in 11 Sektoren: Informationstechnologie, Gesundheitswesen, Finanzwesen, zyklische Konsumgüter, Kommunikationsdienste, Industrie, nichtzyklische Konsumgüter, Energie, Versorgungsunternehmen, Immobilien und Materialien. Jeder Sektor wird weiter in Industriegruppen, Industrien und Sub-Industrien unterteilt. Diese Taxonomie bildet die Grundlage für Sektor-ETFs, Sektor-Rotationsstrategien und Benchmark-Konstruktionen.
Sektoren haben unterschiedliche wirtschaftliche Sensibilitäten. Defensive Sektoren - Gesundheitswesen, nichtzyklische Konsumgüter und Versorgungsunternehmen - generieren stabile Erträge unabhängig von den wirtschaftlichen Bedingungen, da die Nachfrage nach Medikamenten, Lebensmitteln und Elektrizität relativ unelastisch ist. Zyklische Sektoren - zyklische Konsumgüter, Industrie, Energie und Materialien - sind eng an den Wirtschaftszyklus gebunden: Sie übertreffen in Aufschwüngen und schneiden in Rezessionen schlechter ab. Technologie und Kommunikationsdienste haben Wachstumsmerkmale, die oft gegen Zykluslabel verstoßen, was sie sensibel für Zinssätze macht (da lange Ertragsströme stärker abgezinst werden, wenn die Zinssätze steigen).
Die Sektorrotation - die Gewichtung des Portfolios zwischen Sektoren basierend auf der Zykluspositionierung anpassen - ist eine gut dokumentierte Strategie. In der frühen Rezession übertreffen typischerweise Versorgungsunternehmen und das Gesundheitswesen. Während sich der Zyklus dreht, führen Finanzwesen und zyklische Konsumgüter. In der späten Expansion dominieren häufig Materialien und Energie. Für Aktienhändler, die CFDs verwenden, bieten Sektor-ETFs eine schnelle Möglichkeit, diese Ansichten ohne Einzelaktienrisiko auszudrücken.
Worked Example
Anfang 2022 signalisiert die Federal Reserve aggressive Zinserhöhungen. Ein Trader wechselt vom Sektor Informationstechnologie (XLK ETF, P/E 35×) in den Energiesektor (XLE ETF, P/E 11×). Im folgenden Zeitraum von sechs Monaten fällt XLK um 24%, da höhere Diskontierungssätze die Bewertungen von Wachstumsaktien mit langer Laufzeit komprimieren. XLE steigt um 29% aufgrund eines Anstiegs der Ölpreise aufgrund von Angebotsengpässen und einer Erholung nach COVID. Die 53-Prozentpunkter-Divergenz wurde durch den gleichen makroökonomischen Katalysator erzeugt - was veranschaulicht, warum die Sektoranalyse für sowohl Risikomanagement als auch Richtungspositionierung entscheidend ist.
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