Risikowarnung: Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit einem hohen Risiko verbunden und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet.
Finanzderivate, die dem Käufer das Recht - aber nicht die Pflicht - geben, ein (Call) oder ein (Put) zugrunde liegendes Asset zu einem festgelegten Preis vor einem bestimmten Ablaufdatum zu kaufen oder zu verkaufen.
Eine Aktienoption ist ein Vertrag zwischen einem Käufer und einem Verkäufer. Eine Call-Option gibt dem Käufer das Recht, 100 Aktien zum Ausübungspreis vor dem Ablauf zu kaufen; eine Put-Option gibt das Recht zu verkaufen. Der Käufer zahlt eine Prämie für dieses Recht; der Verkäufer (Schreiber) erhält die Prämie und übernimmt die Verpflichtung zu liefern, wenn sie ausgeübt wird. Optionen können vor dem Ablauf (American Style, Standard für US-Aktienoptionen) ausgeübt oder nur zum Ablauf (European Style, Standard für Indexoptionen) ausgeübt werden.
Die Optionspreise werden durch den inneren Wert (den Unterschied zwischen aktuellem Preis und Ausübung, falls im Geld) und den Zeitwert (die Wahrscheinlichkeit, dass die Option im Geld endet, bestimmt durch die Zeit bis zum Ablauf und implizite Volatilität) gesteuert. Das Black-Scholes-Modell und seine Varianten formalisierten diese Preisgestaltung. Die Griechen - Delta (Preissensitivität gegenüber Bewegungen des Basiswerts), Gamma (Änderungsrate von Delta), Theta (Zeitverfall) und Vega (Sensitivität gegenüber impliziter Volatilität) - sind essentielle Werkzeuge für Optionshändler, die Portfolios von Positionen verwalten.
Privatanleger verwenden Optionen zum Hedging (Kauf von Puts zum Schutz einer Long-Aktienposition), zur Einkommensgenerierung (Verkauf von gedeckten Calls oder Cash-sicheren Puts) und zur gehebelten Richtungsspekulation (Kauf von Calls oder Puts zu einem Bruchteil der Kosten für den Besitz von Aktien). Das Risikoprofil unterscheidet sich grundlegend von Aktien: Käufer von Optionen haben eine begrenzte downside (bezogene Prämie) und eine gehebelte upside; Verkäufer von Optionen sehen sich theoretisch unbegrenzten Verlusten (bei nackten Calls) oder erheblichen Rückgängen (bei kurzfristigen Puts) ausgesetzt, im Austausch für die eingezogene Prämie.
Worked Example
Die Aktie handelt bei 100 USD. Ein Händler kauft eine Call-Option zu 105 USD, die in 30 Tagen abläuft, und zahlt eine Prämie von 2 USD pro Aktie (200 USD pro Vertrag von 100 Aktien). Wenn die Aktie auf 112 USD steigt, beträgt der innere Wert 7 USD; die Option ist ~7 USD wert (ohne Zeitprämie). Gewinn: 7 USD − 2 USD = 5 USD pro Aktie (250% Rendite auf die Prämie gegenüber 12% auf die Aktie). Wenn die Aktie zum Ablauf unter 105 USD bleibt, wird die gesamte Prämie von 200 USD verloren.
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