Risikowarnung: Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit einem hohen Risiko verbunden und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet.
Die Gesamtheit der Praktiken, die zum Begrenzen von Handelsverlusten verwendet werden, einschließlich Positionsgrößen, Stop-Loss-Platzierung und Kontrollmechanismen für die Gesamtexponierung des Portfolios.
Risk Management ist der Rahmen, der systematische Händler von Glücksspielern trennt. Sein Hauptziel ist sicherzustellen, dass kein einzelner Handel oder eine Reihe von verlierenden Handelspositionen das Handelskonto dauerhaft schädigen kann. Professionelles Risk Management definiert typischerweise drei Hauptkontrollschichten: Risiko pro Handel (der maximale Verlust in Bargeld oder Prozent des Eigenkapitals auf einer einzelnen Position), pro Sitzung oder pro Tag Risiko (ein tägliches Verlustlimit, nach dem keine weiteren Positionen eröffnet werden), und das Portfolio-Risiko (gesamt offene Exponierung und Korrelation über alle gleichzeitigen Positionen).
Die gebräuchlichste Regel pro Handel ist das Modell mit festem Prozentsatz: maximal 1–2 % des Kapitals auf einen einzelnen Handel riskieren. Dies bedeutet, dass der Abstand des Stop-Loss und die Positionsgröße gemeinsam berechnet werden - ein 20-Pip-Stop auf EUR/USD bei einem Risiko von 1 % auf ein USD 10.000 Konto erzeugt einen zulässigen Verlust von USD 100, was 0,5 Standard-Lots entspricht (wo 1 Pip = USD 5). Die Berechnung bewahrt das prozentuale Risiko, selbst wenn das Eigenkapital des Kontos schwankt.
Das Risiko-Ertrags-Verhältnis ist die ergänzende Disziplin: ein Mindestziel von 2× dem riskierenden Betrag (2:1 Ertrag zu Risiko) stellt sicher, dass eine Strategie mit einer Gewinnquote von 40% dennoch profitabel ist. Viele professionelle Händler verlangen 2,5:1 oder besser, bevor sie eine Position eingehen.
Über die Ebene des Handels hinaus behandelt das Risikomanagement die korrelierte Exponierung: Wenn gleichzeitig USD/JPY long, Nikkei long und JPY/CHF short gehalten werden, entstehen drei Positionen, die alle die gleiche Richtungsbewegung (long USD, short JPY) teilen. Eine einzige makroökonomische Veränderung kann alle drei Positionen gleichzeitig gegen den Händler bewegen und Verluste erzeugen, die nicht in der Risikobewertung jeder einzelnen Handelsposition berücksichtigt werden. Die Überwachung der gesamten Delta des Portfolios nach Währung und Anlageklasse ist der institutionelle Ansatz zur Lösung dieses Problems.
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