Risikowarnung: Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit einem hohen Risiko verbunden und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet.
Ein Broker, der die Gegenseite eines Trades eines Kunden übernimmt und eigene Bid- und Ask-Preise angibt.
Ein Market-Maker-Broker fungiert als Gegenpartei für jeden Trade, den ein Kunde platziert. Wenn der Kunde EUR/USD kauft, ist der Broker der Verkäufer; wenn der Kunde verkauft, ist der Broker der Käufer. Der Broker erzielt Gewinn aus der Spanne zwischen seinen Bid- und Ask-Preisen und kann auch die Nettoposition durch eine Hedging-Strategie in den Interbankenmarkt steuern.
Der strukturelle Interessenkonflikt, der diesem Modell innewohnt, besteht darin, dass der Broker technisch profitiert, wenn die Kunden verlieren. In der Praxis unterliegen regulierte Market Maker jedoch den Verpflichtungen zur besten Ausführung, die die gravierendsten Missbräuche einschränken - sie müssen zum angegebenen Preis ausführen, dürfen nicht selektiv neu quotieren, um die Kunden zu benachteiligen, und müssen segregierte Kundenmittel aufrechterhalten. Die FCA, ASIC und CySEC haben alle explizite Regeln zur Regulierung des Verhaltens von Market Makern. Dennoch schafft das Modell Anreizfehlanpassungen, die bei einem ECN- oder STP-Broker nicht existieren.
Market Maker bieten bestimmte echte Vorteile: feste Spreads (nützlich bei Nachrichteneignissen), niedrigere Mindesteinzahlungen, einfachere Einarbeitung und keine Provisionsgebühren pro Lot. Sie sind oft die praktischere Wahl für Anfänger, die kleine Lotgrößen handeln, bei denen die Provision auf einem ECN-Konto eine unverhältnismäßige Kostenbelastung darstellen würde. Die zentrale Due-Diligence-Frage ist, ob der Broker von einem Tier-1-Regulator mit bedeutenden Durchsetzungsbefugnissen autorisiert ist, anstatt von einer Offshore-Gerichtsbarkeit mit nominaler Aufsicht.
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